Der Badespaß steht und fällt mit der richtigen Wasserpflege. Durch Umwelteinflüsse wie Pollenflug, saurer Regen
oder Luftverschmutzungen wird die Wasserqualität verschlechtert. Die Poolbenutzer bringen ebenfalls
Schmutzstoffe wie Kosmetika, Schweiß, Haare usw. ins Beckenwasser. So kann es trotz sorgfältiger Pflege immer
wieder unerwartete Wasserveränderungen geben, auf die man schnell und richtig reagieren will, damit die
Badefreuden nicht unnötig getrübt werden.

Das A und O der Poolwasserpflege ist der richtige pH-Wert

Oftmals liegt die Ursache für ärgerlichen, zeitraubenden und letztlich Kosten verursachenden Aufwand in der
unterlassenen Messung und Regulierung des Chlor- und pH-Wertes.
Da der Chlorgehalt (0,3 – 0,6 mg/l) und der pH-Wert (7,0 – 7,4) in Abhängigkeit voneinander zu betrachten sind,
müssen beide Werte im Interesse einer einwandfreien Wasserqualität regelmäßig überprüft werden, um ggfs.
Korrekturmaßnahmen durchführen zu können.
Ein korrekter pH-Wert im Bereich 7,0 – 7,4 ist die Grundlage aller Wasserpflegemaßnahmen. Wenn der pH-Wert
außerhalb dieses Idealwertes liegt, funktionieren die weiteren Schritte der Wasseraufbereitung nicht richtig.

pH-Wert zu niedrig

  • Abnahme der Desinfektionswirkung
  • Korrosionen an metall- und mörtelhaltigen Werkstoffen nehmen zu
  • Verursacht Geruchsbelästigung und Schleimhautreizungen
  • Verschlechterung der Flockung

pH-Wert zu hoch

  • Abnahme der Desinfektion (beträgt z.B. der pH-Wert 7,8 statt 7,0 geht die Wirkung von Chlor um 40%
    zurück)
  • Hautunverträglichkeit und Augenreizung
  • Tendenz zur Kalkausfällung
  • Verschlechterung der Flockung
  • Begünstigt die Algenbildung

Wassererwärmung durch Sonneneinstrahlung oder den Einsatz von Solarkollektoren erhöht den pH-Wert!
Messen Sie niemals unmittelbar nach einer Chlorung den pH-Wert. Warten Sie mindestens 12 Stunden!

Grünes Wasser, glitschige Wände, Algenansätze

Algen sind pflanzliche Mikroorganismen. Die Gründe für Algenbefall sind vielfältig:
Witterungsschwankungen, Sporen, die mit dem Staub in der Luft ins Wasser kommen oder starke
Sonneneinwirkung.
Algen vermehren sich rasch und überziehen Beckenwände, Treppen und Böden mit einem glitschigen Film.
Spätestens jetzt muss dem Algenwachstum Einhalt geboten werden, da sich ansonsten innerhalb weniger Tage
das Wasser total verfärben kann. Außerdem bilden Algen einen idealen Nährboden für Bakterien und
Krankheitserreger.
Algenbildung verhindert man durch Algizide (AlgenEx). Algizide wirken vorbeugend und funktionieren nur, wenn
auch die richtige Menge an Algizid im Wasser ist.
Sollte das Beckenwasser allerdings einmal umgekippt sein (grünes Wasser mit rutschigen, grünlichen, bräunlichen
oder schwarzen Belegen), dann ist eine schnelle Bekämpfung mit Algizid zu spät. Dann hilft zur Abtötung der
Algen nur noch eine starke Stoßchlorung.

Wie funktioniert eine Stoßchlorung?

  • pH-Wert auf 7,0 – 7,4 einstellen
  • Algen mechanisch wegbürsten, wenn möglich absaugen
  • Sandfilter gründlich rückspülen (ca. 5 Minuten)
  • Bei laufender Umwälzung Stoßchlorung mit schnell löslichem Chlorprodukt durchführen
  • Flockungskartusche in den Skimmer legen -24 Stunden filtern
  • Sandfilter erneut rückspülen
  • Am nächsten Tag AlgenEx zugeben
  • Wasser mit Pool-Tester messen.
  • Verwenden Sie zur Algenbekämpfung keine Kupfersalze wie z.B. Kupfersulfat. Diese Mittel sind zwar sehr effektiv
    aber hochgiftig. Sie können Verfärbungen der Haare hervorrufen. Auch eine Blaufärbung wird beobachtet und bei
    gemeinsamer Verwendung mit Chlor kann es zu grünschwarzen Ablagerungen an den Beckenwänden kommen.
    Verträglichkeit von Chlor und Sauerstoff bei einer Stoßchlorung
    Feste Sauerstoffprodukte wie O²-Kombitabs und Chlor ergänzen sich gegenseitig positiv. Daher ist eine
    Stoßchlorung ohne Einschränkung möglich.
  • Aktivsauerstoff auf Basis von Wasserstoffperoxid und Chlor neutralisieren sich gegenseitig, heben sich
    also in Ihrer Wirkung auf. Deshalb muss bei beabsichtigtem Einsatz von Chlor sichergestellt sein, dass
    kein Aktivsauerstoff mehr im Wasser vorhanden ist. Kontrolle mit Testtabletten. Andernfalls bleibt der
    Chlorstoß wirkungslos.

Verfärbtes Wasser - so wird es kristallklar

Trübes, milchiges Wasser - Problem I

In jedes Schwimmbadwasser gelangen nicht nur sichtbare Verunreinigungen wie Haare, Schuppen, Kosmetika
sondern auch solche, die für das Auge unsichtbar sind wie z.B. Bakterien, Keime, Körperfette und Harnstoffe.
Diese Stoffe können meist auch hochwirksame Filteranlagen problemlos passieren und gelangen über die
Einlassdüse wieder ins Wasser. Sollten diese Stoffe durch das vorhandene Chlor nicht abgebaut werden,
empfiehlt sich der Einsatz von Flockungsmitteln. Diese Mittel vergrößern die Oberfläche der Trübstoffe, die
dadurch filtrierfähig gemacht werden.
Geflockt wird grundsätzlich nur in Schwimmbädern mit Sandfilter.


Wasser ist milchig trüb. Aus den Einlaufdüsen kommt ein trüber Nebel - Problem II

Der pH-Wert des Wassers ist nicht richtig eingestellt, dadurch arbeitet die Filteranlage nicht optimal.
Flockungsmittel, die sich bereits auf dem Filter abgeschieden haben und nicht durch Rückspülung wieder aus dem
Filter entfernt wurden, werden bei einem pH-Wert von über 7,8 und einem pH-Wert von unter 6,5 wieder gelöst
und gelangen als Nebel zurück ins Beckenwasser.
pH-Wert auf 7,0 – 7,4 einstellen.
Flockungsmittel zugeben und nach Umwälzung Pumpe abstellen und Flockungsmittel mit Verunreinigungen auf
dem Boden absetzen lassen. Anschließend vorsichtig mit dem Bodensauger entfernen. Danach Umwälzung Tag
und Nacht laufen lassen, bis Wasser wieder klar ist.


Wasser ist milchig trüb. Rauhe Beckenwände. Stoßchlorung ohne Erfolg. Kein Flockungsmittel
im Wasser - Problem III

Ausfällen der Karbonhärte des Wassers, d.h. der Kalkanteil des Wassers wird sichtbar. Dieses geschieht
vorwiegend bei sehr hartem Wasser, verursacht durch einen zu hohen pH-Wert.
pH-Wert einstellen und Flockungsmittel zusetzen. Filterpumpe Tag und Nacht laufen lassen bis das Wasser
wieder klar ist.
Kalkablagerungen an Boden und Wänden lassen sich nur bei vollständig entleertem Becken entfernen.
Braunes und trübes Wasser
Das Schwimmbecken wird mit eisenhaltigem Brunnen-, Pumpen- oder Hydrantenwasser befüllt und ist kristallklar.
Nach der ersten Chlorung fängt das Eisen im Wasser an zu rosten.
Folgende Verfärbungen weisen auf bestimmte Metalle im Wasser hin:

  • Gelbgrün Eisen
  • Türkisgrün Kupfer
  • Schwarzbraun Mangan

Brunnenwasser usw. hat fast immer einen zu niedrigen pH-Wert (bis zu pH 4,0). Daher pH-Wert auf 7,0 – 7,4
anheben. Stoßchlorung durchführen. Zugabe eines Flockungsmittels und . Dauerfilterung (evtl. 2-4 Tage) und
häufige Kontrolle des Filterdrucks und Rückspülen ist notwendig.
Beim Auffüllen des Beckenwassers aufgrund von Wasserverlust nicht das selbe Wasser verwenden, da sich sonst
die Probleme erneut einstellen.